Outdoor-Urlaub im Winter? Klingt erst einmal nach dicken Schlafsäcken und kalten Füßen. Dabei beginnt für viele Campingplätze, Glamping-Resorts und Roadtrip-Ziele jetzt eine besonders reizvolle Zeit: Die Strände werden leer, in den Wäldern kehrt Ruhe ein, Hot Tubs und Saunen werden umso verlockender.
Denn Camping und Glamping sind längst keine reinen Sommervergnügen mehr. Mit beheizten Cabins, winterfesten Campern und jeder Menge Hygge lässt sich die kalte Jahreszeit ziemlich komfortabel draußen verbringen. Und wer sich vor die Tür wagt, wird mit einsamen Küsten, stillen Wäldern und echten Winterlandschaften belohnt. Von dänischen Stränden und Naturparks über gemütliche Cabins in Frankreich und Winterglamping in Italien bis hin zum Camper-Roadtrip durch den tief verschneiten Norden: Wir zeigen fünf ganz unterschiedliche Ideen für eine Auszeit, wenn die klassische Campingsaison längst vorbei ist.
Henne Strand Resort: Sturm, Sauna, Nordsee
Im Winter dreht die dänische Nordsee noch mal richtig auf: raue See, leere Strände und Wind, der durch die Dünen pfeift. Mittendrin bleibt das Henne Strand Resort ein warmer Ausgangspunkt für eine Auszeit am Meer. Das Fünfeinhalb-Sterne-Resort ist ohnehin das ganze Jahr über geöffnet. Wer will, reist klassisch mit dem eigenen Camper oder Wohnwagen an oder bucht ganz ohne Campingausrüstung eine der Unterkünfte des Resorts. Besonders komfortabel wird es in der Nature-Suite 2.0, die Glamping-Feeling mit eigenem Outdoor-Spa verbindet: Nach einem stürmischen Dünenspaziergang lässt es sich hier im warmen Wasser unter freiem Himmel entspannen, alternativ warten das Schwimmbad und das Spa des Resorts. Tagsüber locken zudem die Rad- und Wanderwege durch die Dünen- und Waldlandschaft rund ums Resort. Hunde sind dabei ausdrücklich willkommen. Aufwärmen lässt es sich danach in der resorteigenen Brauerei: Dort wird gerade am hauseigenen Weihnachts- und Neujahrsbier getüftelt; dazu sind in den Wintermonaten Bierverkostungen geplant.



Camp Adventure: Wenn der Forest Tower ganz still wird
Im Winter kehrt rund um Camp Adventure im Süden Seelands eine Ruhe ein, die während der Hauptsaison kaum zu erleben ist. Nur wenige Gäste sind unterwegs, und so stehen die Chancen gut, den 45 Meter hohen Forest Tower und den Blick über die winterlichen Wälder beinahe für sich allein zu haben. Übernachtet wird trotzdem komfortabel mitten in der Natur: in beheizten Cabins oder gemütlichen Jurten. In diesem Winter kommt noch ein weiterer Grund für eine Auszeit im Wald hinzu: Forest Wellness geht in seine erste Wintersaison. Der neue Wellnessbereich liegt mitten im Wald und setzt ganz auf nordische Kontraste – erst in der Sauna aufwärmen, danach im kalten Tauchbecken abkühlen, drumherum nichts als winterlicher Wald. Wer noch tiefer entspannen möchte, kann an einem Saunagus teilnehmen oder beim Yoga in der Jurte zur Ruhe kommen. Im Dezember wird es zudem typisch dänisch: An der Rezeption warten heißer Gløgg und die traditionellen dänischen Pfannkuchenbällchen Æbleskiver auf die Gäste. Und wer gleich ein ganzes Wochenende bleiben möchte, kann sich auf ein attraktives Winterangebot für Aufenthalte von Freitag bis Sonntag in Cabins und Jurten freuen. Start voraussichtlich Ende Oktober.

Nutchel: Holzofen statt Festtagsstress
Wenn es draußen kalt und früh dunkel wird, spielen die Cosy Cabins von Nutchel ihre Stärken erst richtig aus. In den belgischen Ardennen, den französischen Vogesen und seit diesem Sommer auch in der Champagne dreht sich alles um das bewusste Weniger: den Holzofen anfeuern, gemeinsam kochen, lange Abende in der Cabin verbringen und zwischendurch raus in die klare Winterluft. Besonders spannend für eine Winterauszeit ist der neue Standort in Ervy-le-Châtel in der Champagne, der erst im Juli eröffnet wurde. Neben 22 Cosy Cabins wartet hier erstmals ein großzügiger Outdoor-Spa-Bereich mit zwei Hot Tubs, zwei Saunen, einem Kältebecken und einem Ruheraum direkt am Wasser. Ziemlich gute Voraussetzungen also, um zwischen heiß und kalt zu wechseln und anschließend wieder in der warmen Cabin zu verschwinden. Auch über Weihnachten bleibt Nutchel seinem Prinzip der bewussten Einfachheit treu: Statt Geschenkestress, aufwendigem Festessen und vollem Terminkalender geht es um ein paar ruhige Tage mit den Menschen, die einem wichtig sind. Weniger Programm, mehr gemeinsame Zeit lautet die Devise.

Lago Idro: Wenn andere schließen, glüht hier die Sauna
Während viele Campingresorts im Winter ihre Tore schließen, wird am norditalienischen Idrosee vom 9. Dezember bis zum 6. Januar einfach weitergeglampt. Das Lago Idro Glamping Boutique von Vacanze col cuore liegt direkt zwischen See und Bergen und setzt in der kalten Jahreszeit auf beheizte Unterkünfte und viel Wellness. In den Cube Suites und Mobile Homes bleibt es auch bei winterlichen Temperaturen gemütlich – Panoramablick auf die umliegende Landschaft inklusive. Besonders verlockend nach einem Tag draußen ist die offene Wellness-Landschaft mit Sauna und Hot Tubs. Wer lieber aktiv unterwegs ist, kann die winterliche Bergwelt rund um den Idrosee erkunden oder einen Abstecher in die nahe gelegenen Skigebiete machen. Und auch kulinarisch bleibt Italien Italien: Im Bistrot del Lago kommt regionale Küche auf den Tisch. Rund um die Feiertage wird es zudem festlich: mit einer Weihnachtsparty und einer Silvesterfeier zum Jahreswechsel.

CamperDays: Winter-Roadtrip für Fortgeschrittene
Wer beim Wintercamping noch eine Schippe drauflegen möchte, findet in Kanada und Alaska die passende Kulisse: tief verschneite Landschaften, zugefrorene Seen und endlose Straßen durch die Wildnis – der Beweis dafür, dass ein Camper längst kein reines Sommerfahrzeug mehr ist. Die stärksten Winter-Roadtrip-Angebote im CamperDays-Portfolio führen deshalb aktuell nach Nordamerika: Mit einem speziellen Winter-RV von CanaDream lässt sich Kanada auch bei tiefen Minusgraden erkunden. Wasser und Bordeinrichtungen funktionieren laut Anbieter selbst bei bis zu minus 30 Grad. Damit wird der Camper zum mobilen Winterquartier, und der Roadtrip selbst zum Abenteuer: morgens mit Blick auf verschneite Wälder aufwachen, tagsüber durch die Wildnis fahren, abends zurück ins warme Zuhause auf vier Rädern.

